Bußgeldrechner fĂŒr Geschwindigkeit am Steuer 2020



Sind Sie zu schnell gefahren? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Die Überschreitung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit ist einer der hĂ€ufigsten VerstĂ¶ĂŸe im Verkehrsrecht. Informieren Sie sich mit unserem Bußgeldrechner ĂŒber die Folgen.


Bußgeldrechner: GeschwindigkeitsĂŒberschreitung

Gefahrene Geschwindigkeit

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Die Kontrolldichte im Straßenverkehr wird immer grĂ¶ĂŸer.

Zu schnelles Fahren ist in Deutschland stark verbreitet und wird mit hohen Bußgeldern geahndet. Unser Bußgeldrechner gibt Ihnen Aufschluss ĂŒber die angedrohte Strafe. Die gute Nachricht ist: Die Messverfahren, mit denen die zu hohe Geschwindigkeit nachgewiesen werden soll, sind fehleranfĂ€llig. Daher sind viele Bußgeldbescheide anfechtbar.

Wie hoch ist das Bußgeld bei einer GeschwindigkeitsĂŒberschreitung?

Das angedrohte Bußgeld richtet sich immer nach der Höhe der GeschwindigkeitsĂŒberschreitung. Die Spanne der Bußgelder reicht regulĂ€r von 20,- Euro bis 680,- Euro. In bestimmten FĂ€llen kann sich das Bußgeld jedoch bis auf mehrere Tausend Euro summieren.

Möglichkeiten bei eingeschrÀnkten finanziellen VerhÀltnissen

Auf Antrag können Sie bei der zustĂ€ndigen Stelle eine Zahlungserleichterung oder eine Verringerung der Geldbuße geltend machen.

Was Sie ĂŒber das Bußgeld ĂŒber 70,- Euro wissen sollten

GrundsĂ€tzlich gilt, dass im Bereich der Geschwindigkeitsvergehen Geldbußen ab 70,- Euro gefĂ€hrlich sind, weil gleichzeitig Punkte in Flensburg drohen. Diese Schwelle besteht seit der Novelle der StVO, vom 28.04.2020. Wenn beispielsweise ein Autofahrer außerorts 21 km/h bis 25 km/h zu schnell ist, wird ihm ein Bußgeld von 70,- Euro angedroht, zusĂ€tzlich ein Punkt in Flensburg. Bei GeschwindigkeitsverstĂ¶ĂŸen, die vor dem 28. April 2020 passiert sind, liegt die riskante Grenze bei 60,- Euro.

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Wann kommt es zu einer Verdopplung des Bußgeldes?

Laut aktueller Rechtsprechung wird bei einer Überschreitung von 40 % der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit vorsĂ€tzliches Handeln angenommen, was hĂ€ufig zu einer Verdopplung des Bußgeldes fĂŒhrt. Wenn Sie also 140 km/h in einer 100-er Zone fahren, sind Sie 40 % zu schnell und mĂŒssen mit einer Verdopplung des Bußgeldes rechnen. Wenn Sie vorher schon einmal durch zu hohe Geschwindigkeit aufgefallen sind, kann auch das zu einer Erhöhung der Geldbuße fĂŒhren.

Ab welcher Grenze kommen Punkte und ein Fahrverbot zum Bußgeld hinzu?

Wenn Sie innerorts zwischen 21 km/h – 25 km/h zu schnell fahren, droht ein Bußgeld von 80,- Euro, ein Punkt in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Außerorts bekommen Sie eine Geldbuße von 80,- Euro, einen Punkt sowie einen Monat Fahrverbot, wenn Sie die zugelassene Höchstgeschwindigkeit um 26 km/h – 30 km/h ĂŒberschreiten. [Berechnen Sie ihr Bußgeld mit unserem Bußgeldrechner].

Punkte in Flensburg bei GeschwindigkeitsverstĂ¶ĂŸen

Je nach GeschwindigkeitsĂŒbertretung werden ein bis zwei Punkte in die Flensburger Kartei eingetragen. Innerorts bekommen Sie ab einer Überschreitung von 21 km/h einen Punkt in Flensburg notiert, außerorts ab einer GeschwindigkeitsĂŒberschreitung von 26 km/h. Die Registerpunkte werden in Flensburg gesammelt. Zwei Punkte gibt es innerorts ab 51 km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften ab 61 km/h.

Kurz und bĂŒndig zur Punkteabfrage

Die Auskunft aus dem Fahreignungsregister (FAER) kann entweder online, postalisch oder persönlich beim Kraftfahrtbundesamt, in der Fördestraße 16, in 24944 Flensburg, gestellt werden. Die Auskunft zum Punktestand ist gebĂŒhrenfrei.

So funktioniert der Online-Antrag auf Punkteabfrage

  1. Sie schließen ein betriebsbereites KartenlesegerĂ€t am Computer an. Auch die meisten Smartphones sind als KartenlesegerĂ€t einsetzbar.
  2. Sie installieren und starten die AusweisApp2-Software.
  3. Ihren gĂŒltigen Personalausweis (ausgestellt nach dem 01.11.2010) haben Sie vorliegen.
  4. Auf dem Personalausweis ist die Onlineausweis-Funktion aktiv.

Welche Folgen hat der Punktestand in Flensburg fĂŒr mich?

Ein Punktestand von ein bis drei Punkten wird als Vormerkung bezeichnet und hat, wenn nichts dazukommt, keine Konsequenzen. Bei Erreichen eines Punktestandes von vier Punkten im Flensburger Verkehrsregister, wird das Straßenverkehrsamt aufmerksam und schickt Ihnen eine Ermahnung. Bei sechs Punkten ist eine kritische Marke erreicht, Sie bekommen eine offizielle Verwarnung. Wenn die Höchstgrenze, nĂ€mlich acht Punkte, erreicht ist, entzieht Ihnen die Behörde den FĂŒhrerschein fĂŒr sechs Monate. Der FĂŒhrerschein wird erst nach Bestehen einer MPU neu erteilt.


Gibt es Möglichkeiten zum Abbau von Punkten in Flensburg?

Es gibt zwei Möglichkeiten, Punkte abzubauen:

  1. Automatische Löschung der Punkte nach 30 – 60 Monaten1
  2. Teilnahme an einem Fahreignungsseminar2
1. Die genaue LĂ€nge richtet sich nach der QualitĂ€t des Verstoßes und behördeninternen Fristen.
2. FĂŒr die Teilnahme gelten einige Voraussetzungen: Punktestand, weitere anhĂ€ngige Verfahren und bereits absolvierte LehrgĂ€nge.


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Wer darf an einem Punkteabbaukurs teilnehmen?

Ein Punkteabbaukurs, offiziell Fahreignungsseminar zum Punkteabbau genannt, kommt fĂŒr Sie in Frage, wenn drei Voraussetzungen erfĂŒllt sind:
  • Sie haben nicht mehr als fĂŒnf Punkte
  • Sie haben in den letzten fĂŒnf Jahren kein Fahreignungsseminar besucht
  • Es sind keine weiteren Verfahren gegen Sie anhĂ€ngig.

Wissenswertes zum Fahrverbot bei einer GeschwindigkeitsĂŒberschreitung

Eine Bemerkung vorab: Ein Fahrverbot ist nicht mit der Entziehung der Fahrerlaubnis zu verwechseln, obwohl in beiden FĂ€llen nicht gefahren werden darf. Ein einmonatiges Fahrverbot droht Ihnen innerorts bei einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 21 km/h – 25 km/h, hinzu kommen ein Bußgeld von 80 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Wer außerhalb geschlossener Ortschaften 26 km/h – 30 km/h zu schnell unterwegs ist, wird mit einem Fahrverbot von einem Monat, einem Bußgeld von 80 Euro und einen Punkt im Punkteregister bestraft. Die LĂ€nge des Fahrverbots betrĂ€gt standardmĂ€ĂŸig ein bis drei Monate. Die individuelle LĂ€nge des Fahrverbots richtet sich nach den genauen UmstĂ€nden der GeschwindigkeitsĂŒbertretung.

Was kann man gegen ein Fahrverbot unternehmen?

Die gute Nachricht: Selbst wenn die Tat nachgewiesen ist, kann bei besonderer Betroffenheit des Fahrers ein Wegfall des Fahrverbotes erreicht werden. Wenn beispielsweise der Verlust des Arbeitsplatzes droht, weil der FĂŒhrerschein in Gefahr ist, sollte dieses auf jeden Fall angefĂŒhrt werden. Um damit Erfolg zu haben, mĂŒssen die GrĂŒnde fĂŒr den Wegfall des Fahrverbotes mit großer Sorgfalt, nach den Vorgaben der geltenden Rechtsprechung, vorgetragen werden. Ein Wegfall des Fahrverbotes geht hĂ€ufig mit einer Erhöhung der Geldbuße einher.

Informationen zum Wegfall des Fahrverbots aufgrund besonderer TatumstÀnde

Sehr viele FĂ€lle, bei denen es wegen eines Geschwindigkeitsvergehens zum Fahrverbot gekommen ist, weisen Besonderheiten auf, die einen Wegfall des Fahrverbotes realistisch werden lassen. Wenn Sie beispielsweise eine undurchsichtige Beschilderungssituation vorfinden, ist das ein Grund, eine Anfechtung des Fahrverbots in ErwĂ€gung zu ziehen, denn die Chancen stehen gut, einen Wegfall des Fahrverbots zu erreichen. Auch nĂ€chtliches Fahren auf einer leeren Autobahn oder eine Geschwindigkeitsmessung kurz nach einem Schild sowie andere „unterdurchschnittliche TatumstĂ€nde“ können zum Wegfall des Fahrverbotes fĂŒhren.

Darf ich mein Fahrverbot aufspalten und muss ich den FĂŒhrerschein sofort abgeben?

Leider ist eine Aufspaltung des Fahrverbots in mehrere StĂŒcke nicht erlaubt. Sie dĂŒrfen also zum Beispiel ihr einmonatiges Fahrverbot nicht in zweimal zwei Wochen aufteilen, sondern mĂŒssen das Fahrverbot „am StĂŒck“ absolvieren. Wenn Sie noch nie mit der Behörde in Konflikt geraten sind, gewĂ€hrt Ihnen das Gesetz einen Zeitraum von vier Monaten, innerhalb dessen Sie den FĂŒhrerschein abgeben mĂŒssen. Das gleiche gilt, wenn seit zwei Jahren oder mehr kein Verkehrsvergehen vorgekommen ist.

Anrechnung des Fahrverbots

Nicht fahren zu dĂŒrfen bedeutet fĂŒr viele Menschen eine erhebliche EinschrĂ€nkung ihrer MobilitĂ€t. Damit jeder Tag, an dem Sie nicht fahren, von der Behörde angerechnet wird, muss der FĂŒhrerschein innerhalb der viermonatigen Frist bei der aktenfĂŒhrenden Stelle (meist Bußgeldstelle oder Gericht) abgegeben werde. Die Viermonatsfrist abzuwarten und dann einfach einen Monat nicht zu fahren, wird nicht angerechnet, wenn der FĂŒhrerschein nicht gleichzeitig abgegeben wird.

Die sieben gÀngigen Messverfahren zur Geschwindigkeitsmessung

Es gibt eine Vielzahl von Messverfahren, die auf unterschiedlichen Techniken basieren und alle ihre gerĂ€tetypischen Schwachstellen haben. Fehlfunktionen, MĂ€ngel und falsche Bedienung erhöhen Ihre Erfolgsaussichten gegen den Bußgeldbescheid. Üblich auf deutschen Straßen sind:

  1. Radarmessung
  2. Lasermessung
  3. Lichtschrankenmessung
  4. Nachfahrmessung
  5. Induktionsschleifenmessung
  6. Section Control Messung
  7. LIDA-Messung
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Worin unterscheiden sich die MessgerÀte?

Es gibt sowohl stationĂ€r eingerichtete als auch vor Ort kurzfristig mobil betriebene Messungen. Manche Messungen laufen vollautomatisch ab, wĂ€hrend andere von Hand bedient und ausgelöst werden mĂŒssen. Der berĂŒhmte „Blitz“ wird vom Autofahrer wahrgenommen, manche Messungen sind dagegen vom Fahrzeug aus nicht wahrnehmbar.

Bekannte Fehlerquellen machen fast jede Messung angreifbar

Die gute Nachricht: Jedes MessgerĂ€t hat seine Fehlerquellen, die es zu prĂŒfen gilt. Auch gibt es fĂŒr jedes GeschwindigkeitsmessgerĂ€t Vorgaben fĂŒr die Bedienung und Anwendung, die nicht immer strikt eingehalten werden und daher angreifbar werden. Wenn zum Beispiel das LasergerĂ€t nicht im richtigen Abstand oder Winkel zum Verkehrsgeschehen aufgebaut wird, steigt die FehleranfĂ€lligkeit der Messungen betrĂ€chtlich. Auch eine fehlende Eichung lĂ€sst Ihre Chancen auf einen erfolgreichen [Einspruch gegen das Bußgeld (Verlinkung mit Rechner bzw. –Helfer)] deutlich wachsen. In mehreren Stellungnahmen der renommierten SachverstĂ€ndigengesellschaft VUT Verkehr wird betont, dass es eine enorme Vielzahl von inkorrekten Messungen gibt. Man muss die Fehler nur erkennen und benennen, um den Bußgeldbescheid zu entkrĂ€ften.

Die wichtigsten MessgerÀte sehen Sie hier:
  • Riegl LR90-235/P
  • Riegl FG21/P
  • LTI 20.20
  • LaserPatrol
  • ESO 30/80
  • Provida
  • ViDistA
  • Multanova6 F
  • LAVEG
  • Leivtec XV2
  • Leivtec XV3
  • TrafiPatrol XR
  • Traffistar s 330
  • Poliscan Speed
  • Traffipax
  • Speedophot

Wie gehe ich vor, damit das Gericht oder die Bußgeldstelle meine EinwĂ€nde berĂŒcksichtigt?

Bei Gerichten und Bußgeldstellen gelten die gĂ€ngigen Messverfahren als „standardisierte Messverfahren“, deren Schwachstellen nur dann ĂŒberprĂŒft werden, wenn diese explizit geltend gemacht werden. Es macht daher Sinn, wenn Ihr Anwalt in einem solchen Fall die zustĂ€ndige Stelle deutlich auf die Fehlerquelle hinweist und eine ÜberprĂŒfung verlangt.

Was bewirken Voreintragungen?

Bereits in Flensburg vorhandene Punkte können zu einer drastischen Erhöhung des Bußgeldes fĂŒhren. Wenn Sie geblitzt worden sind, ist es heutzutage relativ einfach zu ermitteln, welche Strafe droht, sogar schon vor dem Eintreffen des Bußgeldbescheides. Eine böse Überraschung gibt es hĂ€ufiger, wenn der Bußgeldbescheid dann wirklich ins Haus kommt und viel höher ausfĂ€llt als erwartet. Voreintragungen können der Grund fĂŒr die Erhöhung des Regelsatzes fĂŒr Bußgelder sein.

Strategien zum Umgang mit Voreintragungen

Voreintragungen sind in jedem Fall zu beachten, denn die Auswirkungen verwertbarer Punkte sind bisweilen fatal. Eine Abfrage in Flensburg bringt Klarheit ĂŒber die Punktesituation und bestimmt mit, welche Richtung das Bußgeldverfahren nehmen soll, um erfolgreich abgeschlossen zu werden. Selbst bei völlig klaren und unstrittigen VerkehrsverstĂ¶ĂŸen gibt es die Möglichkeit der Verzögerung, um eine VerschĂ€rfung der Sanktion (bis hin zur Entziehung der Fahrerlaubnis) zu verhindern. Die Entscheidung des Gerichts wird vom Anwalt strategisch verzögert, bis die alten Punkte nicht mehr verwertbar oder gelöscht sind. Besonders bitter ist eine Entziehung der Fahrerlaubnis, die vermeidbar gewesen wĂ€re, wenn man das Löschen der alten Punkte abgewartet hĂ€tte. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Wiedererteilung des FĂŒhrerscheins hĂ€ufig mit der Auflage einer MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) verknĂŒpft ist.

Was Sie zur Fahrerfeststellung wissen sollten

Nach einem Verkehrsverstoß muss die Behörde den tatsĂ€chlichen Fahrer innerhalb der vorgeschriebenen VerjĂ€hrungsfrist (drei Monate seit der Tat) ermitteln. Er hat das Recht, keine Angaben zur Sache zu machen. Wenn Sie als Fahrer von der Polizei angehalten werden, wird regelmĂ€ĂŸig vor Ort Ihre IdentitĂ€t festgestellt. Schwieriger wird es fĂŒr die Behörde, wenn nur ein Tatfoto geschossen wurde und das Bild von schlechter QualitĂ€t ist oder nicht den Halter des Autos abbildet. Um den Autofahrer zu ermitteln, befragen Polizei und Ordnungsamt dann den Halter. Der Besitzer des Wagens ist gut beraten, von seinem Schweigerecht Gebrauch zu machen und den Anwalt seines Vertrauens zu konsultieren, denn es ergeben sich aus dieser Situation einige aussichtsreiche VerteidigungsansĂ€tze.
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Was passiert, wenn der Fahrer nicht ermittelt werden kann?

Bei Nichtermittlung des Fahrers wird meist eine Fahrtenbuchauflage gegen den Halter des Fahrzeugs verhÀngt. Keinesfalls zu empfehlen ist die Benennung eines falschen Fahrers, weil dieses nicht nur die Strafverfolgung durch einen Staatsanwalt nach sich ziehen kann, sondern auch leicht durch ein SachverstÀndigengutachten vor Gericht widerlegt wird.

Aufschlussreiches rund um die Rechtsschutzversicherung

Ein Bußgeldverfahren ist nicht billig. Verkehrs-Rechtsschutzversicherungen sind bei Bußgeldverfahren ĂŒblicherweise „mit im Boot“ und ĂŒbernehmen sĂ€mtliche Kosten des Verfahrens. Der Deckungsschutz reicht von den Auslagen der Bußgeldstelle bis zu Kosten fĂŒr Gericht, SachverstĂ€ndige und den Anwalt. In jedem Fall sollte vorsichtshalber vorab eine Kostendeckungsanfrage bei der Versicherung durchgefĂŒhrt werden, damit es nicht zu einem ungewollten Kostenrisiko kommt. Auch die Selbstbeteiligung des Versicherungsnehmers muss von vornherein berĂŒcksichtigt werden, um die eigenen Kosten vorher genau einschĂ€tzen zu können.

Kann ich nachtrĂ€glich eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung abschließen?

Stellen Sie sich vor, Sie wurden geblitzt und merken, dass Sie keine Rechtsschutzversicherung haben. Da Ihnen klar ist, dass es jetzt teuer wird und sie dem Punktelimit verdĂ€chtig nahe kommen, stellt sich Ihnen die Frage nach einer Verkehrs-Rechtsschutzversicherung, die den Fall versichert, obwohl er ja schon passiert ist. Die allermeisten Versicherungen decken nur FĂ€lle, die wĂ€hrend der laufenden Versicherungszeit vorgefallen sind. Neuerdings gibt es allerdings eine Rechtsschutzversicherung, die Ihnen einen rĂŒckwirkenden Schutz zur VerfĂŒgung stellt. Diese spezielle, etwas teurere Verkehrs-Rechtsschutzversicherung ist eigens fĂŒr Mandanten, die zum Tatzeitpunkt noch keine Rechtsschutzversicherung hatten.

Fahrerlaubnis auf Probe, wann gibt es eine VerlÀngerung?

Begehen FĂŒhrerschein-Neulinge Ordnungswidrigkeiten, die als sogenannter A-Verstoß deklariert werden oder begehen zwei B-VerstĂ¶ĂŸe, ist eine VerlĂ€ngerung der Probezeit um zwei Jahre vorgesehen.

§ 2a Abs. 2a StVG (Straßenverkehrsgesetz) besagt:

(2a) 1Die Probezeit verlĂ€ngert sich um zwei Jahre, wenn die Teilnahme an einem Aufbauseminar nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 angeordnet worden ist. 2Die Probezeit verlĂ€ngert sich außerdem um zwei Jahre, wenn die Anordnung nur deshalb nicht erfolgt ist, weil die Fahrerlaubnis entzogen worden ist oder der Inhaber der Fahrerlaubnis auf sie verzichtet hat. [Quelle StVG]

Wie lange dauert die VerlÀngerung der Probezeit?

Wenn Sie als FahranfĂ€nger einen A-Verstoß oder zwei B-VerstĂ¶ĂŸe begangen haben, sieht das Verkehrsgesetz die VerlĂ€ngerung der Probezeit um zwei Jahre vor. Die Probezeit dauert dann insgesamt vier Jahre.